SMS unter der Lupe, ihre Funktion heutzutage


Angesichts der zunehmen stärker werdenden Konkurrenz durch Messaging-Dienste wie Whats App, Skype oder Viber für Smartphones wirkt es verwunderlich, dass der Versand von SMS-Nachrichten nach wie vor boomt. Laut aktueller Hochrechnungen der  Bundesnetzagentur werden im Jahr 2011 rund 55 Milliarden Kurznachrichten via SMS ihre Empfänger erreichen. Der Grund dafür liegt nach Meinung der Experten in der Vertragsgestaltung des jeweiligen Anbieters.

113 Millionen Mobilfunkverträge

In Deutschland sind derzeit 113 Millionen Handy-Verträge registriert. Viele Verbraucher besitzen ein Zweitgerät in Form eines Firmenhandys. 87 Prozent aller Einwohner ab 14 Jahren besitzen mindestens ein Mobilfunkgerät. 40 Prozent dieser Personengruppen besitzen mittlerweile ein Smartphone der neuesten Generationen. Immer mehr Menschen im fortgeschrittenen Alter steigen in diesem Zusammenhang auf ein Smartphone um. Der Smartphone-Anteil sowie die damit einhergehenden Funktionen steigen schnell an. Ob Handy oder modernes Smartphone, jedes Gerät besitzt weiterhin die Möglichkeit zum Versand einer SMS. Der Kurznachrichtendienst bleibt weiterhin eine lukrative Geldquelle für die Anbieter, die sich bislang nicht an den neuen Message-Diensten orientierten und weiterhin auf Altbewährtes setzten. So beinhalten derzeit beworbene Mobilfunkverträge die Nutzung der SMS-Funktion als fester Bestandteil oder als zubuchbare Tarifoption gegen einen geringen Aufpreis.

SMS weiterhin auf dem Vormarsch

Die Firma Bitkom sah sich durch die Datenerhebung der Bundesnetzagentur dazu veranlasst, eine eigene repräsentative Umfrage unter den Handynutzern durchzuführen und konnte das Ergebnis der Bundesnetzagentur bestätigen. Die SMS bleibt demnach von neuen Messengerdiensten unbeeinflusst. SMS-Nachrichten werden als eine nützliche Ergänzung zu den anderen Diensten wahrgenommen. Trotz steigender Zahlen wird die wirtschaftliche Bedeutung der SMS für nahezu alle Mobilfunkanbieter geringer. Die meisten Handy-Verträge beinhalten in der Regel eine SMS-Flatrate. Die pauschale Monatsabrechnung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Versand von Kurznachrichten per SMS in den vergangen Jahren enorm stark angestiegen ist.

Der SMS-Versand in Zahlen

Bitkom pflegt seit 1999 Statistiken zum SMS-Versand. Seit der Erfassung dieser Daten stieg die Anzahl stetig von 3,6 Milliarden auf 63 Milliarden versendete Kurznachrichten im Jahr 2013. Im Vergleich zum Jahr 2012 legten die eifrigen Kurznachrichten-Tipper um weitere sechs Prozent zu. Gesetz dem Fall, dass die magische Marke von über 60 Milliarden Kurznachrichten geknackt wird, würde jeder deutsche Smartphone- und Handy-Benutzer im Durchschnitt 740 SMS-Nachrichten jährlich absenden. 1999 kam jeder Benutzer gerade einmal auf überschaubare 44 SMS-Mitteilungen pro Jahr.